CMD und Osteopathie

Osteopath behandelt CMD Patienten

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (kurz CMD) bezeichnet eine Kiefergelenksfehlstellung, bei der die Kiefergelenke traumatisiert werden. Diese Fehlstellung kann vielfältige Symptome, wie z.B. Schwindel, Rückenschmerzen, Schmerzen in der Halswirbelsäule und im Nackenbereich, Kieferschmerzen etc. auslösen. Die Liste der Symptome ist vielfältig, was die CMD zu einer heimtückischen Erkrankung macht. Welche Rolle die Osteopathie bei der CMD spielt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ursachen der CMD

Eine CMD kann ganz unterschiedliche Ursachen haben: Sie kann durch eine anatomisch angeborene Fehlstellung bereits vorhanden sein, sie kann durch externe Einflüsse wie Unfälle entstehen, sie kann aber auch durch umfassende Veränderungen der Okklusion (Bisslage) z.B. durch Zahnersatz oder kieferorthopädische Behandlungen entstehen. Ebenso ist es möglich, dass eine CMD aber auch durch eine andere Fehlstellung des Körpers entstehen kann. Hier wären z.B. Hüft- oder Beckenschiefstände zu nennen, die dazu führen, dass sich der gesamte Körper nicht mehr im Lot befindet und entsprechend auch der Kiefer nicht mehr so sitzt, wie er sollte.

Besonders häufig wird eine CMD durch Zähneknirschen (Bruxismus) begünstigt. Viele Menschen reiben oder pressen nachts ihre Zähne gegeneinander, meistens ist dies stressbedingt. Am nächsten Tag fühlt sich der Nacken verspannt an, Gesicht und Kiefer schmerzen. Bruxismus schleift die Zähne und den Zahnschmelz ab und kann dafür sorgen, dass die Zähne nicht mehr richtig miteinander verzahnen. Diese Fehlstellung wird auch als Okklusionsstörung bezeichnet.

Was hat die CMD mit dem Rücken zu tun?

Ganz einfach: Der Kiefer ist muskulär und nervlich mit der Wirbelsäule verbunden. Schädel, Kiefer und Wirbelsäule beeinflussen sich also gegenseitig, wodurch die Problematik der CMD nachvollziehbar wird. Ist am Rücken bzw. am gesamten Körper etwas nicht in Ordnung, kann dies auch auf die Zähne einwirken. Umgekehrt können die Zähne sich eben auch auf den Rücken und weitere Körperregionen auswirken. Doch keine Sorge! Eine CMD ist behandelbar!

Die Rolle der Osteopathie bei der CMD

Je nach Schweregrad der CMD kann es sinnvoll sein, dass der behandelnde Zahnarzt gemeinsam mit einem Osteopathen arbeitet. Dem Zahnarzt ist es möglich, die Kiefergelenksfehlstellung zu korrigieren und dadurch schon eine Entspannung der gesamten Kau-,Kopf,-Nacken- und Rückenmuskulatur erreichen. Doch oftmals ist die Schädigung schon sehr groß und lange vorhanden, so dass die unterstützende Behandlung durch einen Osteopathen sehr hilfreich ist.

Der Osteopath kann z.B. vor der zahnärztlichen CMD Therapie eine OMT (osteopathisch-manipulative Terapie) durchführen, bei der er mittels Ultraschall die Wirbelarterien untersucht. Hier können Schädigungen deutlich erkannt werden. Anschließend kann er die Beschwerden entsprechend behandeln und in Kommunikation mit dem behandelnden Zahnarzt weitere Schritte zur Besserung der CMD einleiten.

Diagnostik und Therapie müssen Hand in Hand gehen

Wichtig ist daher, dass Osteopath und Zahnarzt zusammenarbeiten, sich gegenseitig informieren und die Diagnosen und Behandlungen aufeinander abstimmen. Wir halten also fest: bei einer diagnostizierten CMD ist eine ganzheitliche Therapie angebracht, bei der sich verschiedene Fachrichtungen, wie z.B. Osteopathie und Zahnmedizin, einbringen müssen.
Nur so kann ein langfristiger Behandlungserfolg gewährleistet werden. Ob im Zweifelsfall weitere Fachrichtungen, wie z.B. die Physiotherapie beteiligt werden müssen. ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Wesentlich ist jedoch, dass die beteiligten Ärzte bei der Behandlung im engen Austausch miteinander stehen, statt sich im Wege zu stehen.

In unserem CMD Zentrum finden Sie u.a. die Behandlungsmöglichkeiten und weitere Symptome einer Craniomandibulären Dysfunktion. Zudem finden Sie dort auch einen Selbsttest, mit dem Sie vorab schon einmal ausschließen können, ob bei Ihnen eine CMD vorliegen könnte, oder nicht.

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