Seniorenzahnmedizin

"Die Dritten" sind nicht zwangsläufig das Ende Ihrer "Karriere" als Patient beim Zahnarzt. Tatsächlich steigt die Zahl derer, die auch im hohen Alter noch ihre eigenen Zähne besitzen, stetig an. Ein Grund dafür ist sicherlich die zunehmende Aufklärung in puncto Prophylaxe und Zahnpflege.

Wir möchten Ihnen mit Rat und mit Tat zur Seite stehen, wenn es um die Pflege Ihrer Zähne, um die Versorgung mit neuem Zahnersatz oder um die Verbesserung des Halts Ihrer Prothese mit Zahnimplantaten geht.

Im Alter auch noch fest zubeißen? Geht das?

Totalprothesen und auch Teilprothesen haben häufig den Nachteil, dass der Halt auf der Schleimhaut, bzw. auf den verbliebenen Zähnen nicht optimal ist. Dadurch ergeben sich erhebliche Nachteile im Bereich der Ästhetik, des Kauens und des Tragekomforts. Prothesen können verrutschen, sich lösen und so schmerzhafte Druckstellen verursachen.

Ebenso kann die Nahrung nur noch teilweise zerkleinert werden, woraus sich erhebliche Mehrbelastungen im Magen- Darmbereich ergeben können.

Implantate bei Seniorinnen und Senioren setzen

In all diesen Fällen ist es möglich, mit Hilfe kleiner Implantate (dünne Titanschrauben), welche gewebsschonend im Knochen verankert werden, der Prothese wieder einen guten Halt zu geben. In der Regel erfolgt ein solcher Eingriff in örtlicher Betäubung. Hier werden dann im Ober- oder Unterkiefer 4-6 kleine Titanschrauben in dem Knochen verankert.

Aufgrund des geringen Durchmessers der Implantate ist ein solcher Eingriff auch bei Patienten möglich, bei denen sich der Knochen aufgrund des Alters schon erheblich abgebaut hat.

Nach dem Setzen der Implantate und einer gewissen Abheilphase (in der Regel 3 Monate, in Ausnahmefällen auch früher) werden die Prothesen auf den Implantaten verankert. Dies wird entweder durch den Einsatz von Magneten, Druckknopfsystemen oder Teleskopen als Verbindungsglied zwischen den Implantaten und der Prothese erreicht.

Mit dieser Art der Versorgung bekommen ihre Zähne wieder einen festen Halt und die Lebensqualität und der Kaukomfort steigen.

Zahnersatz bei Seniorinnen und Senioren

In vielen Fällen kommt es im Laufe des Lebens durch Zahndefekte, Traumata oder Zahnfleischentzündungen zum Verlust eines oder mehrerer Zähne. Ist dies der Fall, ist es meistens unumgänglich einen neuen Zahnersatz anzufertigen, um Kaukraft, Ästhetik und Phonetik wiederherzustellen.

Bei Zahnersatz unterscheidet man in der Regel zwei Arten:

  • Festsitzender Zahnersatz, wie z.B. Kronen oder Brücken zum Schließen von Zahnlücken. Diese können auf den eigenen Zähnen verankert werden oder auf künstlichen Zahnwurzeln (Implantaten), welche fest in dem Kieferknochen verankert werden.
  • Herausnehmbarer Zahnersatz. Hierzu gehören Teilprothesen, welche an verbliebenen eigenen Zähnen oder an zusätzlichen Implantaten (Pfeilerzahnvermehrung) verankert werden können.

Falls keine Zähne mehr vorhanden sind und keine Implantate gewünscht sind, kommen Totalprothesen zum Einsatz. In einem ausführlichen Gespräch erläutern wir Ihnen gerne verschiedene Versorgungsvarianten, die auf Ihre Zahnsituation individuell abgestimmt sind.

Zahnpflege im (hohen) Alter

Gerade im Alter fällt es zunehmend schwerer die manuelle Geschicklichkeit aufzubringen, die beispielsweise benötigt wird, um mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten sorgfältig und effizient umzugehen.

Helfen kann dabei z. B. eine Griffverstärkung an Ihrer Zahnbürste, das Verlängern der Putzzeit oder auch die Benutzung einer elektrischen Schallzahnbürste.

Zusätzlich ist es empfehlenswert in halb- oder vierteljährlichen Abständen eine Kontrolle der Zähne und gegebenenfalls eine professionelle Zahnreinigung durch führen zu lassen, um Zahnstein und Beläge effizient zu entfernen.

Aber auch das lange Stehen vor dem Spiegel kann mehr und mehr zu einer Hürde werden. Setzen Sie sich dann beispielsweise mit einem Aufstellspiegel an den Küchentisch und reinigen Sie Ihre Zähne in aller Ruhe und im Sitzen. Nehmen Sie sich die Zeit, sich um Ihre Zahngesundheit zu kümmern. Gerade als Senior.

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