Knochenaufbau - Was kann man tun, wenn für eine geplante Implantation nicht genug Knochen vorhanden ist?

 

 

Frage:

Was kann man machen, wenn für eine geplante Implantation, d.h. für das Setzen einer Titanschraube, nicht genug Knochen vorhanden ist?

Antwort:

Normalerweise kann man dann kein Implantat setzen. Es gibt aber die Möglichkeit, dass man im Vorfeld von einer Implantation den Knochen aufbaut, eine sogenannte Augmentation macht. "Augmentare" heißt aufbauen, also wird im Prinzip das Fundament für das spätere Implantat aufgebaut. Ähnlich wie beim Haus, kann man auch nicht das Haus direkt auf einen schlammigen Untergrund setzen, sondern es muss erst ein vernünftiges, stabiles Fundament erzeugt werden, um dann dort das Haus drauf zu setzen. Beim Knochen ist es das gleiche.

Häufig ist es so, wenn ein Zahn z.B. gezogen worden ist, oder auch schon länger fehlt, dass der Knochen schrumpft. Da gibts dann verschiedene Möglichkeiten, wie man den Knochen wieder aufbauen kann. Eine Möglichkeit ist immer die, wenn der Defekt möglich klein ist, dass man mit Knochenersatzmaterial arbeitet.

Dort ist es so, nehmen wir mal an ein Zahn geht verloren, dass man im gleichen Atemzug den Knochen, bzw. das Loch, was im Knochen entsteht, mit Ersatzmaterial auffüllt, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist Knochenersatzmaterial tierischen Ursprungs, humanen Ursprungs oder auch synthetisches Knochenersatzmaterial. Dieses Material wird dann anschließend durch eigenen Knochen durchwandert, sodass nach einer Abheilphase von so 3 bis 4 Monaten ein schöner, ausreichend stabiler Knochen vorhanden ist. 

Sind die Defekte ein bisschen größer und man möchte trotzdem versuchen Implantate zu setzen, meistens im Unterkiefer oder im Oberkiefer Frontzahn-Bereich, dann gibt es die Möglichkeit einen sogenannten Knochenblock zu transplantieren.

Bei der Knochenblock-Entnahme ist es so, dass ein kleines Stück Knochen aus dem Kieferwinkel und aus dem Kinnbereich entnommen wird, und dieser kleine Knochenblock dann in das Gebiet, wo der Knochen gebraucht wird für die Implantation, eingesetzt und fest verschraubt wird.
Auch da ist dann die Einheilphase so 3 bis 6 Monate ungefähr. 

Eine Besonderheit ist der sogenannte Sinuslift. Beim Sinuslift wird Knochenersatzmaterial oder auch eigener Knochen in die Kieferhöhle eingebracht. Häufig ist es so, dass im Oberkiefer-Seitenzahnbereich die Kieferhöhle so groß ist, dass man kaum Platz hat, um ein Implantat überhaupt ausreichend stabil im Knochen fixieren zu können. In dem Fall ist es so, dass, von innen über die Mundhöhle ein kleines Fenster durch die Kieferhöhle gebohrt wird und über dieses Fenster Knochenersatzmaterial in die Kieferhöhle eingebracht wird. Dieses Material verknöchert ebenfalls im Laufe der Zeit, sodass dort dann auch super ein Implantat wieder fixiert werden kann.

Grundsätzlich kann man sagen, dass durch die Augmentation, bzw. durch den Knochenaufbau dort Implantate gesetzt werden können, wo es normalerweise überhaupt nicht möglich ist und dann auch Patienten die Möglichkeit gegeben wird, Zahnersatz, der normalerweise vielleicht gar nicht mehr fixierbar gewesen wäre, fest auf den Implantaten zu fixieren, sodass man dann auch wieder ein schönes Lächeln hat, vernünftig kauen kann, vernünftig sprechen kann und dadurch im Zweifelsfall die Lebensqualität wieder steigt.   

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